Jiu-Jitsu
Geschichtliches
Das Jiu-Jitsu (ausgesprochen Dschiu-Dschitsu) ist eine alte waffenlose Kampfkunst aus Japan, die von der Kriegerkaste betrieben wurde um bei Verlust der Waffen weiterkämpfen zu können.In Japan gibt es viele verschiedene Stile des Jiu-Jitsu die je nach Region oder Familienclan unterschiedliche Techniken und Bewegungsabläufe beinhalten.Die Geschichte des Jiu-Jitsu in Deutschland ist eng mit der Verbreitung des Judo verbunden. Hierfür muss man wissen, dass der Gründer des Judo (Jigoro Kano) ein Jiu-Jitsu Meister war. Kano entfernte alle gefährlichen Techniken aus dem Jiu-Jitsu, wie z.B. Schläge und Tritte (damals gab es noch keine Schutzausrüstung wie heute) und konzentrierte sich auf Würfe, Hebel und Würgetechniken. Somit entwickelte Kano aus dem Jiu-Jitsu einen Sport in dem sich Jung und Alt im Wettkampf miteinander messen können, den alle heute als Judo kennen.Um 1906 kamen japanische Kriegsschiffe auf Freundschaftsbesuch nach Kiel und die Gäste führten dem deutschen Kaiser ihre Nahkampfkünste vor. Wilhelm II. war begeistert und ließ seine Kadetten in der neuen Kampfkunst unterrichten. Seitdem betreiben viele Polizei- und Sicherheitskräfte in Deutschland zur Selbstverteidigung Jiu-Jitsu und die Wettkampfform Judo.
Was ist Jiu-Jitsu?
Jiu Jitsu bedeutet so viel wie „Sanfte Kunst“ und setzt sich aus den Kanji (Schriftzeichen) Jiu(Ju)=sanft/milde/nachgebend und dem Jitsu(Jutsu)=Technik/Kunst/Kunstgriff zusammen.Ein übergeordnetes Ziel im Jiu Jitsu ist es, einen Angreifer – ungeachtet dessen, ob er bewaffnet ist oder nicht – möglichst effizient unschädlich zu machen. Dies kann durch Schlag-, Tritt-, Stoß-, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken geschehen, mit denen der Angreifer unter Kontrolle gebracht oder kampfunfähig gemacht wird. Dabei soll beim Jiu Jitsu nicht Kraft gegen Kraft aufgewendet werden, sondern – nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ – soviel wie möglich von der Kraft des Angreifers gegen ihn selbst verwendet werden. Trainiert wird zudem die „Fallschule“ welche Fallübungen beinhaltet, die darauf abzielen, sich bei einem Wurf oder Sturz nicht oder nur wenig zu verletzen.In das moderne Jiu Jitsu flossen immer mehr Techniken aus anderen Kampfstilen ein, wie z.B. Boxen oder Ringen und es ist heute eines der vielseitigsten und flexibelsten Selbstverteidigungs-systeme der Welt und wird von vielen Polizei- und Sicherheitskräften betrieben.
Weitere Informationen über JJ:
Jiu Jitsu Landesverband Bremen e.V.
Deutsche Jiu Jitsu Union
