St. Pauli und Osnabrück einst klangvolle Gegner



Bericht aus dem Weser-Kurier vom 26.03.2009
Von Timo Sczuplinski Bremen/ Foto Walter Gerbracht

St. Pauli und VfL Osnabrück waren 
einst klangvolle Gegner.

Wiedersehen der ehemaligen Fußballer des PSV Bremen / Viele Erfolge in den 60er und 70er Jahren

Einige Weggefährten hatten sich das letzte Mal vor etwa 30 Jahren gesehen. Es waren Zeiten, in denen
sie etliche Meistertitel in der höchsten Amateurklasse eingefahren hatten.

Nun kam es zum großen Wiedersehen von 18 erfolgreichen Fußballern des Polizei-Sportvereins Bremen.
Im Vereinsheim des Habenhauser FV am Brunnsackerweg hatten sie sich zusammen mit ihren Partnerinnen
getroffen, um sich gemeinsam an die erfolgreichen Zeiten aus den 60er und 70er Jahren zu erinnern.

Die Spuren der Schlackeplätze sind auf den Knien der damaligen Verteidiger wohl heute noch sichtbar,
so leidenschaftlich wurden die Partien in der damals höchsten Amateurklasse, der Landesliga, geführt.

Im Mittelpunkt der lebhaften Gespräche standen natürlich die alten Erfolge - an Misserfolge konnte sich
niemand mehr erinnern.

In den 70er Jahren qualifizierte sich der PSV zweimal für die Aufstiegspartien, 1971 durften sie sogar eine
Saison lang in der Regionalliga Nord mitspielen. SC Göttingen 05, FC St. Pauli, Holstein Kiel, Arminia Hannover
oder VfL Osnabrück  -sie alle waren klangvolle Gegner des PSV.

Damals hatte Horst Ahrbecker noch im Alter von 39 Jahren im Tor des PSV gestanden und die Bälle aus der
Luft gepflückt, nun war der frühere Schlussmann mit 73 Jahren auch der älteste Teilnehmer am "Klassentreffen"
der besonderen Art.
 
Max Konopka, seinerzeit Trainer der erfolgreichen Mannschaft, erlebte dieses Treffen nicht mehr. Max Konopka
verstarb vor drei Jahren.

Besonders die Lokalderbys hatten die Fußball-Altmeister noch besonders gut vor Augen. Wochentags stand
der PSV damals der BTS Neustadt, ATS Buntentor, TS Woltmershausen und Komet Arsten gegenüber.

Absolute Highlights waren auch die ausgiebigen Feiern im PSV-Vereinsheim nach den Heimpartien, bei denen
die unmittelbare Präsenz der Polizeiwache für Sicherheit und gutes Geleit sorgte.

Stehend v. li.n.re.: Horst'Klotz' Albinger, Siegfried Dobat, Franz Helms, Gerold 'Gazelle' Wieting, Jupp Röhrich,
B. Kugler, Klaus 'Emil' Plander, Wolfgang Unger, Kurt 'Kurdi' Roder, Horst Ahrbecker, Manfred 'Manse' Lämmerhirt,
Klaus Faber und Ben Grahle.

knieend v. li.n. re.: Harry Warrelmann, Enno Koch, Heinz Lüllmann, Jonny Steding und Ferdinand Wilhelmi.